"Socken von der ganzen
Familie sind mir vertraut. Ich wasche sie, ich hänge
sie auf zum Trocknen und ich untersuche sie auf Löcher.
Das ist eine Arbeit, welche ich nicht ungern mache...
es ist so, dass ich momentan aus einer solchen Situation
heraus arbeite. Und es ist und war immer mein Interesse,
meine unmittelbare Situation wahrzunehmen und zu thematisieren.
Diese Arbeit hat für mich etwas Lustvolles - abgesehen
von dem saftigen Vorgang, feuchte Erde in Socken zu stopfen,
sie feucht und modrig zu halten und zu erleben, wie weißlich
- grüne Keimlinge wachsen, erfrischt mich die Nutzlosigkeit
und Bösartigkeit dieser Arbeit. Diese Aktion birgt
auch spürbare Hilflosigkeit und Verzweiflung in sich.
Also widersprüchliche Emotionen, die durch diese
Arbeit meine momentane Situation sprengen und aufbrechen."
Diese Socken habe ich täglich gegossen und gepflegt
und beobachtet - ich dokumentierte das Wachsen der Pflanzen
oder das Verschimmeln und Verwesen der Socken.
Nach der Ausstellung habe ich die Socken in einem,
Waldstück in NÖ versteckt gelagert - seit
Mai 2000 begleite und dokumentiere ich den Prozess
der Veränderung.
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