| So wie sich der Brei aus dem
immerfort kochenden Wundertopf in Grimms Märchen "der
süsse Brei" über die Stadt ergiesst und alles unter sich
begräbt, so verhält sich auch das Teppichmonster. Die
monotone Arbeit des Aneinanderreihens von Kleidungsstücken,
scheint unbegrenzt weiter zu gehen und nicht stoppbar
zu sein.(Die Künstlerin wird auch während der Dauer der
Ausstellung am Teppich weiter arbeiten.)
"Also kocht es fort , und der Brei steigt über den
Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze
Haus voll und das zweite Haus und dann die Strasse,
als wollt's die ganze Welt satt machen, und ist die
grösste Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen."
Die Entstehung des unbegrenzten Teppichs erfolgt durch
die Aneinanderreihung von schon getragenen Kleidungsstücken.
Die Textilien werden in obsessiver Kleinarbeit mit Zwirn
und Nadel aneinander genäht. Die Gestalt der Hemden,
Hosen, Blusen etc., bleibt bestehen und wird nicht verändert. |